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Willkommen in der aktuellsten Version der SEP sesam Dokumentation 5.1.0 Apollon. Frühere Versionen der Dokumentation finden Sie hier: Documentation Archiv.

Übersicht


Der SEP sesam Datenspeicher ist ein Gerätetyp, mit dem die Sicherungssätze direkt auf einen oder mehrere konfigurierte Speicherorte – in das Dateisystem geschrieben werden. SEP sesam verwendet einen Datenspeicher anstelle eines klassischen Medienpools, um ein Speicherort zu definieren. Die Daten werden nach wie vor in erster Linie in einem Medienpool gesichert, jedoch wird darunter ein Datenspeicher verwendet, um die Daten einschließlich Plattensicherungen in dynamisch verwalteten Datenbereichen zu speichern.

SEP sesam kann mehrere Datenspeicher unterschiedlicher Art und Größe enthalten, je nach Art der zu sichernden Daten, Sicherungstechnik und Ihrem Speicherort (lokale Festplatte, virtualisierte Speichervorrichtung, Speichergeräte usw.). Die folgenden Datenspeichertypen werden unterstützt:

  • Pfad: Der Standard-Datenspeichertyp, der für die Konfiguration der meisten Speicherorte relevant ist, außer wenn einer der folgenden Datenspeichertypen erforderlich ist, z.B. für die Deduplizierung oder die Sicherung auf Cloud-Speicher.
  • SEP Si3 Deduplication Store: Wird für Si3 zielbasierte (Si3T) und quellseitige Deduplizierung (Si3S), Replikation, Sicherung direkt in den S3 Cloud Speicher (Si3 NG Speicher) und für S3 Cloud Replikation (Si3 Speicher) verwendet.
      Anmerkung
    Ab SEP sesam V. 5.0.0 Jaglion, sind zwei Si3 Datenspeicher-Typen verfügbar. Die gemeinsame Bezeichnung für beide Typen ist Si3 Deduplication Store, es sei denn, es wird ausdrücklich angegeben, dass sich die Informationen ausschließlich auf Si3 V1 (erste Generation) oder Si3 (nächste Generation) beziehen. SEP sesam empfiehlt beim Anlegen eines neuen Datenspeichers die Verwendung der neuen Generation Si3. Si3 ist gegenüber dem normalen Si3 V1 im Vorteil, da er eine bessere Leistung, Skalierung und Ressourceneinsparung bietet. Sie können Ihre Daten direkt im Cloud Speicher S3 sichern und die gewünschten Elemente direkt von dort rücksichern.
  • NetApp Snap Store: Wird für NetApp Storage Snapshots Sicherungen verwendet.
  • HPE StoreOnce: Wird für die Integration von HPE StoreOnce Catalyst Storage Systemen verwendet.
  • HPE Cloud Bank Store: Wird für die Replikation der Daten auf HPE Cloud Bank Storage verwendet.

 

Icons für den Datenspeicherstatus

Das Datenspeicher-Icon besteht aus 3 Teilen:

  • Der oberste Balken zeigt den Klonstatus des S3 Speichers an.
  • Der mittlere Balken zeigt den Sanity Status des Si3 Speichers.
  • Der untere Balken zeigt den Datenspeicherstatus.
Icon Beschreibung
  Der Zustand des Datenspeichers ist fehlerhaft.
  Der Zustand des Datenspeichers ist OK.
  Der Zustand des Datenspeichers und des Si3 sind OK.
  Der Si3 und der Sanity Status sind OK, aber der Klonstatus zeigt einen Fehler an.
  Der Si3 Speicherstatus zeigt einen Fehler an, aber sein Sanity Status ist OK.
  Zeigt den Si3 Status im Reiter Si3 Status an.

Schaltfläche Ansichtsmodus

SEP sesam bietet eine zusätzliche Schaltfläche Ansichtsmodus, mit der Sie zwischen der Tabellenansicht und der Baumansicht mit gruppierten Objekten wechseln können.

  • Baumansicht: Die SEP sesam Standardansicht zeigt den Status einzelner Datenspeicher, die in einer hierarchischen Ansicht zusammengefasst sind.
  • Tabellenansicht: Eine einfache flache Ansicht, die den Status einzelner Datenspeicher nacheinander anzeigt.

SEP sesam Datenspeicherkonzept

SEP sesam Datenspeicher können von verschiedenen Typen sein, abhängig von der Art der zu sichernden Daten, der Sicherungstechnik und dem verwendeten Speicher. Der standardmäßige und am häufigsten verwendete Datenspeichertyp ist Pfad. Die folgenden Informationen gelten allgemein für einen Datenspeicher, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. Andere Datenspeichertypen als Pfad können leicht abweichende Merkmale aufweisen. Weitere Informationen finden Sie in den entsprechenden Artikeln: SEP Si3 Deduplication Store, NetApp Snap Store, HPE StoreOnce und HPE Cloud Bank Storage.

Der Unterschied zwischen einem klassischen Medienpool, der typischerweise für die Sicherung direkt auf Bänder verwendet wird, und einem Datenspeicher besteht darin, das Speicherplatzverzeichnis direkt auf dem Laufwerk zu definieren, indem die Partitionsfunktionen des Betriebssystems verwendet werden. Daher wird der Datenspeicherplatz auf Partitionsebene verwaltet. Sie konfigurieren einen Datenspeicher, indem Sie seine Kapazität angeben und (optional) den HWM-Wert (High Watermark Value; der obere Wert für den belegten Speicherplatz auf dem Datenspeicher) einstellen. Beachten Sie, dass das Überschreiten von HWM und das Auffüllen des Datenspeichers zu Sicherungsproblemen führen kann. Dies sollten Sie bei der Angabe der Datenspeicherkapazität berücksichtigen. Weitere Informationen finden Sie unter Berechnungsempfehlungen für den Datenspeicher weiter unten.

  Anmerkung
Für jede Festplattenpartition sollte nur ein Datenspeicher verwendet werden. Es ist zwar möglich, mehrere Datenspeicher auf einer einzigen Partition einzurichten, doch wird dies aufgrund möglicher Konflikte nicht empfohlen. Jeder Datenspeicher liest bei der Überprüfung der Partitionszuweisung die Werte anderer Partitionen, was zu Konflikten führen und ihre Koexistenz behindern kann.

Auch führt die Speicherung von Daten Dritter auf dem Datenspeicher oft zu Problemen, da SEP sesam möglicherweise nicht über die in der Spezifikation garantierte Speicherkapazität verfügt. Dies kann zum Abbruch von Sicherungsvorgängen führen.

Wie in der Abbildung unten dargestellt, bezieht sich ein Medienpool immer auf eine Laufwerksgruppe. Die Laufwerksgruppe verweist auf genau einen Datenspeicher zwischen dem Medienpool und den Laufwerken. Die Verbindung zwischen dem Datenspeicher und dem zugehörigen Laufwerk ist statisch.

 

Datenspeicherkapazität

Die Konfiguration des Datenspeichers besteht aus der Angabe der Kapazität des Datenspeichers und des HWM. Die Datenspeicherkapazität bezieht sich auf den SEP sesam Datenspeicher und optional auch auf Nicht-SEP sesam Daten, die auf dem gleichen Datenträger wie der SEP sesam Datenspeicher gespeichert werden können. Wenn der Datenspeicher mit Nicht-SEP sesam Daten geteilt wird, müssen Sie eine spezielle SEP sesam Speicherlizenz erwerben.

  Anmerkung
Der Si3 Deduplication Store stellt besondere Anforderungen an die Hardware und die Dimensionierung. Für weitere Informationen siehe Hardware-Anforderungen für die Si3 Deduplizierung und Konfiguration eines Si3 Deduplication Store.

Bei der Angabe des Kapazitätswertes muss eine reservierte Partition über genügend freien Speicherplatz verfügen. Die Methode zur Berechnung des benötigten Speicherplatzes ist:
von SEP sesam belegter Speicherplatz + freier Speicherplatz = DS-Kapazität

wobei die DS-Kapazität der konfigurierte Kapazitätswert in der Datenspeicherkonfiguration von SEP sesam ist. Beispiele für die Berechnung einer Datenspeicherkapazität finden Sie in den FAQs.

Mehr als ein Datenspeicher ist in einem Medienpool nur dann erforderlich, wenn der Medienpool Daten von mehreren Plattenpartitionen verwendet. In diesem Fall müssen alle Laufwerke der Datenspeicher eines Medienpools zur gleichen Laufwerksgruppe gehören. Dadurch wird sichergestellt, dass der SEP sesam Queue-Manager die Sicherungen in diesem Medienpool auf alle Datenspeicher verteilt (ausgleichend). Details zu Laufwerksgruppen finden Sie unter Laufwerke.

HWM, Bereinigung (Purge) und Si3 Reparaturbereich

Der oberere Schwellenwert (HWM - High Water Mark) ist ein allgemeiner Parameter, der den oberen Wert für den belegten Speicherplatz auf dem Datenspeicher angibt. Wenn dieser Wert erreicht wird, ändert sich der Status eines Datenspeichers von OK auf Warnung, aber Sicherungen werden weiterhin durchgeführt.

Der Parameter Si3 Reparaturbereich ist nur für den SEP Si3 Deduplication Store relevant. Er gibt den reservierten Platz für unbenutzte Si3 Dateien an, wie unten erklärt.

  • Oberer Schwellenwert (HWM - High Water Mark): Ein Parameter zur Verwaltung der Festplattennutzung. Er definiert den oberen Wert für den belegten Festplattenspeicher im Datenspeicher. Dieser Parameter kann für den Speichertyp Pfad, Si3 und NetApp Snap manuell angegeben werden und wird beim Erstellen eines SEP Si3 Deduplication Speichers automatisch gesetzt.
    Wenn dieser Wert erreicht ist, ändert sich der Status eines Datenspeichers in Warnung. Er dient als Hinweis für den Administrator, dass der Speicherplatz für den Datenspeicher knapp wird, verhindert aber nicht, dass Sicherungen gestartet werden. Für alle (EOL-freien) Sicherungssätze läuft automatisch ein Bereinigungsprozess für den Datenspeicher. Die ältesten freien Sicherungssätze werden zuerst gelöscht. Die Bereinigung wird durchgeführt, bis alle EOL-freien Sicherungssätze gelöscht sind. Für weitere Details zu EOL, siehe Automatisches Aufbewahrungs(EOL)-Management.
  • Ereignisse, die die Bereinigung des Datenspeichers auslösen, sind:
    • Tageswechsel (NEWDAY)
    • Bei Freigabe des Laufwerks des Datenspeichers nach Beendigung einer Sicherung
    • Manuelles Starten der Bereinigung (Purge) in der GUI
    Die manuelle Ausführung des Bereinigungsprozesses des Datenspeichers löscht veraltete (EOL-freie) Sicherungssätze. Eine weitere Möglichkeit, den Speicherplatz freizugeben, ist das Aufräumen eines Datenspeichers durch Löschen verwaister Sicherungssätze, wie im folgenden Abschnitt beschrieben.
  • Si3 Reparaturbereich: Ein Parameter, der von SEP Si3 Deduplication Store zur Verwaltung des Speicherplatzes für Si3-Dateien (DDLs) verwendet wird, die durch einen Garbage Collection Job identifiziert wurden und nicht mehr verwendet werden. Diese Dateien werden weiterhin im Reparaturbereich aufbewahrt, um eine eventuell nötige Reparatur des Si3 Datastores zu ermöglichen, falls es strukturelle Probleme gibt (die durch einen Dateisystemfehler oder einen Absturz eines Betriebssystems verursacht werden können). Die Dateien im Reparaturbereich werden automatisch nach der angegebenen Zeit (SEP sesam Standard: 4 Tage) oder bei Erreichen der angegebenen Grenze entfernt. Wenn dieser Wert auf 0 gesetzt ist, dann ist die Si3 Reparaturfunktionalität ausgeschaltet.
  •   Anmerkung
    Der Si3 Reparaturbereich ist nur im UI Modus Fortgeschritten (früher UI Modus Experte) verfügbar. Um den Si3 Reparaturbereich zu sehen, stellen Sie sicher, dass Ihr UI Modus auf Fortgeschritten eingestellt ist, wie in Auswahl des UI-Modus beschrieben.

Bereinigung verwaister Sicherungssätze

Sie können verwaiste Sicherungssätze manuell aus den Datenspeichern entfernen, indem Sie die neue Option Aufräumen im Inhaltsbereich der Datenspeicher verwenden und so den Platz freigeben, der möglicherweise durch verwaiste Sicherungssätze belegt ist. Dies ist nützlich in Fällen, in denen ein Datenspeicher unzugänglich zu sein scheint, sein Speicherplatz belegt ist oder die SEP sesam Speicherplatzprüfung Nicht-sesam-Daten anzeigt.

Schritte

  1. Klicken Sie in der Auswahl -> Komponenten auf Datenspeicher, um im Inhaltsbereich die Tabelle aller Datenspeichers anzuzeigen.
  2. Klicken Sie im Menü des Inhaltsfensters auf Aufräumen und wählen Sie den Datenspeicher (und die entsprechende Laufwerksnummer), für den Sie Speicherplatz freigeben möchten, indem verwaiste Speichersätze entfernt werden.
    Klicken Sie auf Aufräumen.
     
  3. Sie können den Status der Aufräumaktion in den Datenspeichereigenschaften unter der Registerkarte Aktionen überprüfen.

Empfehlungen für die Berechnung von Datenspeichern

  • Die Volumenbestimmung und Platzbelegung im Datenspeicher wird auf Partitionsebene verwaltet. Es wird empfohlen, nur SEP sesam Daten auf dem jeweiligen Volume zu speichern.
  • Der Datenspeicher sollte mindestens das 3-fache der maximalen Vollsicherungs-Volumens der geplanten Sicherungen aufnehmen können, damit die Watermarks automatisch und dynamisch arbeiten können.
  • Es kann notwendig sein, den Datenspeicher auf mehr als das Dreifache der maximalen Größe zu vergrößern, wenn eine längere Vorhaltezeit vorgeschrieben ist oder sehr große Sicherungssätze gespeichert werden sollen.
  Anmerkung
Der Si3 Deduplication Store stellt besondere Anforderungen an die Hardware und die Dimensionierung. Für weitere Informationen siehe Hardware-Anforderungen für die Si3 Deduplizierung und Konfiguration eines Si3 Deduplication Store.

Einschränkungen

  • Soll ein Medienpool auf mehr als einen Datenspeicher schreiben, dann müssen alle Datenspeicher an demselben Sesam Device Server (IP-Host) angeschlossen sein. Ein Betrieb eines Medienpools mit im Netzwerk verteilten Datenspeichern wird aktuell nicht unterstützt.
  • Bei Verwendung mehrerer Datenspeicher dürfen nur negative ODER positive Werte für Kapazität und HWM verwendet werden. Der gemischte Betrieb mit negativen und positiven Werten ist nicht vorgesehen. Weitere Details zur Speicherkapazität und den Werten finden Sie unter FAQ: Berechnung der Datenspeicherkapazität.

Datenspeichereigenschaften

Ein Doppelklick auf den Datenspeicher zeigt alle seine Details an, z.B. den Namen des Datenspeichers, die Speichart, die Meldung über die letzte ausgeführte Aktion, die letzte durchgeführte Aktion, seine Kapazität, etc.

Mit den Schaltflächen in der unteren linken Ecke können Sie Laufwerk anlegen und löschen, neue Medienpools anlegen und einen Datenspeicher löschen.

 

  • Kapazität: Die Größe (in GiB) der Partition, die für Sicherungen zur Verfügung steht. Beispiele zur Berechnung einer Datenspeicherkapazität finden Sie unter Die Berechnung der Data Store Kapazität.
  • Oberer Schwellenwert (HWM): Der obere Wert (in GiB) für den belegten Speicherplatz. Wenn dieser Wert erreicht ist, ändert sich der Status eines Datenspeichers von OK auf Warnung, aber Sicherungen werden weiterhin durchgeführt.
  • Füllstand: Die Größe (in GiB) des belegten Datenspeicherplatzes durch SEP sesam.
  • Belegt: Gesamter genutzter Speicherplatz (in GiB/TiB) auf der Partition (inkl. SEP sesam fremder Daten).
  • Total: Maximaler verfügbarer Speicherplatz (in GiB/TiB) auf der Partition, der vom Betriebssystem gemeldet wird.
  • Frei: Verfügbarer Speicherplatz (in GiB/TiB) für den SEP sesam.

Durch Doppelklick auf das Laufwerk können Sie vorhandene Laufwerkseinstellungen ändern und weitere festlegen. Im Fenster Laufwerkseigenschaften können Sie eine andere Laufwerksgruppe auswählen, den Pfad für den Datenspeicher durchsuchen usw. Unter Zugriffsart können Sie außerdem die folgenden Berechtigungen für das Datenspeicherlaufwerk festlegen:

  • Lesen/Schreiben (Voreinstellung): Ermöglicht die Durchführung von Leseoperationen (z.B. Rücksicherung oder Verwenden des Laufwerks als Quelle einer Migration) und Schreiboperationen (z.B. Sicherung oder Verwenden des Laufwerks als Ziel einer Migration). Da die Schreib-Operationen das Laufwerk für eine Weile beanspruchen können, sollten Sie erwägen, bestimmte Laufwerke nur für Schreib-Operationen zu verwenden und die anderen Laufwerke nur für Lese-Operationen einzurichten.
  • Lesen: Nur Lese-Vorgänge, wie Rücksicherung oder Verwendung des Laufwerks als Quelle einer Migration, sind erlaubt. Es wird empfohlen, zusätzliche Laufwerke im Lesemodus einzurichten, um eine unterbrechungsfreie Bearbeitung von Aufträge wie einer Rücksicherung zu ermöglichen.
  • Schreiben: Nur Schreib-Operationen, wie z.B. eine Sicherung oder die Verwendung des Laufwerks als Ziel einer Migration, sind erlaubt. Die Verwendung von Laufwerken im Schreibmodus wird empfohlen, wenn diese Laufwerke in Kombination mit zusätzlichen Laufwerken verwendet werden, die nur im Lesemodus eingesetzt werden.

Die Eigenschaften des ersten Laufwerks in der Liste haben einen zusätzlichen Reiter Zugangsdaten, auf dem Sie die Anmeldeinformationen (Benutzername und Passwort) angeben können, die für den Zugriff auf den konfigurierten Laufwerkspfad erforderlich sind.
 

Reiter Sicherungssätze

Wenn Sie einen Datenspeicher auswählen und auf den Reiter Sicherungssätze klicken, wird eine Liste aller Sicherungssätze mit ihren Details angezeigt. Sie können die EOL des einzelnen Sicherungssätze ändern, die Sicherungs-EOL anpassen und den einzelnen Sicherungssatz sperren oder entsperren. Beachten Sie, dass in SEP sesam ≤ 4.4.3 Beefalo V2 der Sperrstatus der Sicherung nur auf den ausgewählten Sicherungssatz angewendet wird, so dass Sie alle Sicherungen einer Sicherungskette sowie migrierte und replizierte Sicherungssätze manuell sperren müssen. Mit V. 5.0.0 Jaglion wird der Sperrstatus automatisch auf alle Sicherungssätze einer Sicherung angewendet. Sie können Ihre Sicherungen auch über die SEP sesam Web UI sperren.

  Hinweis
Die Kreise neben der (Sicherungs-/Sicherungssatz-)EOL zeigen den Status Ihres Sicherungssatzes an (grauer Kreis - EOL ist abgelaufen, blauer Kreis - Sicherungssatz ist geschützt bzw. EOL ist noch nicht erreicht). Für Details siehe SEP sesam Icon-Legende.

 

  • Sicherungssatz EOL: Die Spalte Sicherungssatz EOL ermöglicht es Ihnen, die EOL für jeden einzelnen Sicherungssatz zu ändern, der in dem jeweiligen Datenspeicher gespeichert ist. Sie können die Aufbewahrungszeit verlängern oder verkürzen. Wenn der angepasste Sicherungssatz Teil einer Sicherungskette ist, ist die gesamte Kette betroffen. Siehe EOL-bezogene Abhängigkeiten der Sicherungskette.
  • Sicherungssatzstatus: Die Spalte Sicherungssatzstatus zeigt den Status eines Sicherungssatzes an (z. B. Erfolgreich, Warnung, Fehlerhaft). Im Falle einer fehlgeschlagenen Migration oder einer Beschädigung des Datenspeichers kann ein Sicherungssatz unvollständig oder beschädigt sein. Solche Sicherungssätze können nicht für die Rücksicherung verwendet werden.
  • Sicherungs-EOL: Die Spalte Sicherungs-EOL ermöglicht es Ihnen, die EOL für alle Sicherungssätze derselben Sicherung anzupassen. Diese sicherungsbezogene EOL wird auf alle Sicherungssätze mit denselben Daten angewendet, einschließlich migrierter und replizierter Sicherungssätze.
    Beispielsweise führt die Anpassung der EOL eines migrierten Sicherungssatzes von 2.12.2017 auf 12.12.2018 zu einer Änderung der EOL für alle zugehörigen Sicherungsdaten, d.h. Originalsicherung, replizierte Sicherung sowie für alle Sicherungen in einer Sicherungskette, wenn ein Sicherungssatz mit angepasster EOL Teil davon ist.
  •   Hinweis
    SEP sesam behält die fehlerhaften Sicherung gemäß der Aufbewahrungzeit des Medienpools zusammen mit dem letzten erfolgreichen Sicherungs- oder Migrationssicherungssatz. Dies ist das standardmäßige Verhalten bei der Aufbewahrung von Sicherungen und kann durch Ändern von Vorbelegungen bzgl. der Aufbewahrungsfristen geändert werden, wie in Benutzerdefinierte Regeln für Aufbewahrungsfristen beschrieben. Diese Vorbelegungen werden möglicherweise in früheren Versionen nicht unterstützt, wo fehlgeschlagene Sicherungen nach 3 Tagen automatisch gelöscht wurden.
  • EOL-bezogene Abhängigkeiten der Sicherungskette: Sie können die Aufbewahrungszeit für einen einzelnen Sicherungssatz oder für alle sicherungsbezogenen Sicherungssätze wie oben beschrieben verlängern oder verkürzen. Beachten Sie, dass eine Erhöhung der EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatzes zu einer Erhöhung der EOL aller abhängigen Sicherungen (FULL und andere DIFF- und INCR-Sicherungen) führt, um die Sicherungsdaten zu erhalten. Auf diese Weise ist die Sicherungskette jederzeit für die Rücksicherung verfügbar. Andererseits führt die Verringerung der EOL eines DIFF- oder INCR-Sicherungssatzes zu einer Verringerung der EOL aller abhängigen Sicherungssätze. Wenn die EOL auf ein Datum in der Vergangenheit geändert wird, werden die Sicherungssätze bei der nächsten Bereinigung gelöscht. Wie SEP sesam die EOL verwaltet, hängt von der Version ab. Für weitere Details siehe Verwaltung der automatischen Aufbewahrung (EOL).
  Anmerkung
Ein Sicherungssatz kann gelöscht werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
  1. Seine EOL ist abgelaufen.
  2. Typischerweise darf es keine weiteren Sicherungssätze geben, die von diesem Sicherungssatz abhängen. Sie können diese Bedingung außer Kraft setzen, indem Sie explizit zulassen, dass die EOL für die gesamte Sicherungskette auf abgelaufen gesetzt wird, wodurch die Sicherungsdaten aller zugehörigen Sicherungssätze gelöscht werden.

Reiter Medien

Der Reiter Medien gibt einen Übersicht über die konfigurierten Medienpools und Medien.

 

Reiter Aktionen

Der Reiter Aktionen bietet einen Überblick über medienrelevante Ereignisse. Es zeigt den Medienstatus, die Aktionstyp, die Start-/Stoppzeit, die Dauer und die zugehörige Meldung an.

 

Si3 Status, HPE Catalyst Speicher Status und HPE Cloud Bank Speicher Status Reiter

Der Reiter Si3 Status wird für Si3-Datenspeicher, der Reiter HPE Catalyst Speicher Status für HPE Catalyst-Speicher und der Reiter HPE Cloud Bank Speicher Status für HPE Cloud Bank-Speicher angezeigt. Sie geben einen Überblick über den Status der Si3-Deduplizierung, des HPE Catalyst und der HPE Cloud Bank. Die Reiter zeigen die letzte Deduplizierungsnachricht, den Status der aktiven Aufträge, den Verschlüsselungsstatus, die Anzahl der gespeicherten Objekte, die Datengröße vor/nach der Deduplizierung, das Deduplizierungsverhältnis, den eingesparten Speicherplatz usw. an. Sie können auch den Status der Si3-Deduplizierung, den HPE Catalyst Speicher oder den HPE Cloud Bank Speicherstatus in den Eigenschaften der Medienaktionen einsehen.

 


Siehe auch

Konfigurieren eines DatenspeichersKonfiguration eines Si3 NG Deduplication StoreNetApp Snap StoreHPE StoreOnceHPE Cloud Bank

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