Archive:SEP sesam Extension für PostgreSQL

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SEP sesam Extension für PostgreSQL und EnterpriseDB

Einführung

Das SEPsesam Online Module für PostgreSQL ermöglicht die unterbrechungsfreie Sicherungen von PostgreSQL Datenbanken.

  • Sicherung einer einzelnen Datenbank
  • Rücksicherung als Dump File
  • Direkte Rücksicherung der Datenbank

Systemvoraussetzungen

  • Unterstützte Versionen
  • Sesam Client >= 3.4.1.51 auf dem PostgreSQL Datenbank Rechner
  • Sesam Server >= 3.4.1.51 (funktioniert auch mit einem älteren Sesam Server der Version 3.4, aber in der GUI sind dann noch nicht alle Funktionen hinterlegt)
  • Die PostgreSQL Extension nur dann, wenn der Sesam Klient Version <3.6 installiert wurde. Der Sesam Klient ab Version 3.6 bringt die PostgreSQL Extension bereits mit. Hier sind die weiteren Schritte zur Installation zu überspringen.
  • funktionierende SEPsesam Dateisystem Sicherung

Installation

bis Sesam Version 3.4

Wenn der Sesam Client per RPM installiert wurde, dann sollte auch die Extension darüber installiert werden.
Installieren oder Updaten des SEPsesam PostgreSQL Moduls mit:

RPM

  rpm -Uhv sesam-pgsql-3.4.X-XX.i386.rpm

TGZ

  • Entpacken des Tar-Archive sesam-pgsql_3.4.X.X.tgz
  • Kopieren der Datei sbc_pgsql in das <SESAM_ROOT>/bin/sesam Verzeichnis


  root@dbsrv:~> cd /tmp                                                     
  root@dbsrv:/tmp> tar xvzf sesam-pgsql.3.4.1.49.tgz                                
  root@dbsrv:/tmp> cp sesam-pgsql_3.4.1.49/sbc_pgsql /opt/sesam/bin/sesam

ab Sesam Version 3.6

Wird eine Klientversion 3.6.x verwendet so ist keine spezielle installation des PostgreSQL Modules nötig. Dieses Modul ist im regulären Klientpaket bereits enthalten.

Backup Konfiguration

Die Einstellungen werden in der GUI des Sesam Servers vorgenommen.

  • Erstellen eines neuen Sicherungsauftrag für den PostgreSQL Servers mit dem Sicherungstyp PostgreSQL
  • Als Sicherungsquelle einen Datenbanknamen eingeben
  • Falls ein Benutzername und ein Passwort für den Zugriff auf die Datenbank benötigt wird, können diese unter Optionen 1 -> Sicherungsoptionen angeben werden:
  -a user=<DB User>,password=<Passwort DB Users>

Der selbe Eintrag kann auch gleich bei den Rücksicherungsoptionen gemacht werden. Diese werden dann automatisch beim Restore verwendet. Sollte sich das Passwort geändert haben, können diese Optionen im Restorewizzard nochmals neu gesetzt werden. Sollte die Datenbank kein Passwort und Benutzernamen benötigen, dann dürfen diesen Optionen nicht gesetzt werden.

Ist zur Sicherung ein anderer Betriebssystem Benutzer nötig (meist postgres anstatt root) kann dieser mit der Option -a osuser=<username> angegeben werden.

  -a osuser=postgres

Ein alternativer Port kann definiert werden mit: -a port=<portnumber>

Restore Konfiguration

Bei der Rücksicherungen bietet Sesam die Möglichkeit diese mit oder ohne Recover durchzuführen.


ohne Recover

Hierbei werden die gesicherten Daten in ein Dump-File auf Platte geschrieben. Diese Datei kann dann als Eingabedatei für das Programm pg_restore verwendet werden. Dazu muss die Option Kein Recover nach Restore im Rücksicherungswizzard gewählt werden.

su - postgres
pg_restore template1 -C /var/opt/sesam/var/work/pgsql-SF20081128224529.tmp

Weiterführende Informationen zur Benutzung des PostgreSQL-Befehls pg_restore entnehmen Sie bitte der PostgreSQL-Dokumentation.

Vorteile:

  • es sind noch Anpassungen möglich, bevor man die Daten in die DB einspielt.

Nachteile:

  • Die Daten werden zuerst auf der Platte zwischengespeichert
  • das Einspielen der Daten muss auf der Kommandozeile am PostgreSQL Server gestartet werden

mit Recover

Dabei werden die Daten sofort in die Datenbank eingepielt. Um dies zu erreichen muss im Rücksicherungswizzard zusätzlich die Option Auto Recover nach Restore ausgewählt werden.

Vorteile

  • die Daten werden ohne Umweg direkt zurückgespielt (es wird kein Plattenplatz benötigt und ist schneller)
  • keine Eingaben am PostgreSQL Server nötig

Nachteile

  • keine Anpassungen möglich


Wird die Rücksicherung mit der Option existierende Dateien überschreiben gestartet, wird die Datenbank neu erstellt. Ist dabei die Option auf Original-Zielpfad zurücksichern gesetzt, wird die Datenbank zuerst gelöscht und mit Hilfe der Informationen aus dem Backup erstellt. Wird statt dessen ein neuer Datenbankname angegeben, dann wird über den PostgreSQL-Befehl createdb eine Datenbank mit diesem Namen angelegt und die Daten dorthin importiert.


Hinweis

Achten Sie darauf, dass beim automatischen Anlegen neuer Datenbanken und anschließendem Import von Daten notwendige User und Rollen im Vorfeld über die Administration der Datenbank angelegt werden müssen.

Bei einer Rücksicherung in eine bestehende Datenbank mit der Option existierende Dateien nicht überschreiben werden nur die Daten in die bereits existierende Datenbank wieder eingespielt. Sollte es dabei zu Fehlern kommen, z. B. weil ein Teil der Daten noch vorhanden war (z.B. Primary Key Error), wird Sesam diese Rücksicherung als nicht erfolgreich anzeigen, obwohl die fehlenden Daten zurückgespielt wurden. In diesem Fall sollten sowohl das Rücksicherungsprotokoll und die Daten in der Datenbank geprüft werden.

Weitere Links/Literatur