4 4 3 Beefalo:Erweiterte Sicherungs- und Rücksicherungsoptionen

From SEPsesam
Jump to: navigation, search
This page is a translated version of the page 4 4 3 Beefalo:Advanced Backup and Restore Options and the translation is 100% complete.

Other languages:
Deutsch • ‎English

Copyright © SEP AG 1999-2022. Alle Rechte vorbehalten.

Jede Form der Reproduktion der Inhalte dieses Benutzerhandbuches, ganz oder in Teilen, ist nur mit der ausdrücklichen schriftlichen Erlaubnis der SEP AG gestattet. Bei der Erstellung dieses Benutzerhandbuches wurde mit größtmöglicher Sorgfalt gearbeitet, um korrekte und fehlerfreie Informationen bereit stellen zu können. Trotzdem kann die SEP AG keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte dieses Benutzerhandbuches übernehmen.

Draft.png WORK IN PROGRESS
This page is a draft. Treat the information on this page with caution as it may be incomplete.
Docs latest icon.png Willkommen in der aktuellsten Version der SEP sesam Dokumentation 4.4.3 Beefalo/5.0.0 Jaglion. Frühere Versionen der Dokumentation finden Sie hier: Dokumentation Archiv.


Übersicht

SEP sesam ermöglicht es Ihnen, zusätzliche (erweiterte) Sicherungs- und Rücksicherungsoptionen zu setzen, die für verschiedene Auftragstypen gelten, z.B. VMware vSphere, MySQL, etc. Sie können zusätzliche Sicherungs- oder Rücksicherungsoptionen in deren Eigenschaften oder beim Erstellen eines neuen Sicherungs-/Rücksicherungsauftrags festlegen. Sie können einen Rücksicherungsauftrag mit der GUI Rücksicherung oder über die Webschnittstelle Rücksicherungsassistent erstellen.

Einstellen von erweiterten Optionen in GUI und Web UI

Sie können zusätzliche Sicherungs- oder Rücksicherungsoptionen in den Eigenschaften des Sicherungsauftrags angeben: Klicken Sie in Auswahl -> Aufträge -> nach Clients -> auf Neuer Sicherungsauftrag oder doppelklicken Sie auf den entsprechenden Sicherungsauftrag, um dessen Eigenschaften zu öffnen. Auf dem Reiter Optionen -> Zusätzliche Aufrufargumente -> fügen Sie Ihre Sicherungs- oder Rücksicherungsoption in das Feld Sicherungsoptionen bzw. Rücksicherungsoptionen ein.

Rücksicherung über die Weboberfläche
Zusätzliche Rücksicherungsoptionen sind im UI Modus Fortgeschritten verfügbar. Im Startfenster können Sie zusätzliche Rücksicherungstypen auswählen, z.B. die Rücksicherung von Sicherungen und VMs im Dateisystem, das Schreiben von Sicherungen und VMs in Dump-Dateien, die Rücksicherung einer einzelnen Datei aus einer VM, die Rücksicherung einer VMware-Sandbox usw. Ein zusätzlicher Reiter Optionen ist für alle Auftragstypen verfügbar. Einzelheiten finden Sie in der Weboberfläche Rücksicherungsassistent.
Rücksicherung über die GUI
Sie können auch den Rücksicherungsassistenten verwenden, um zusätzliche Rücksicherungsoptionen festzulegen: In Zieleinstellungen (vierter Schritt des Rücksicherungsassistenten), unter Expertenoptionen -> Reiter Optionen -> Rücksicherungsoptionen. Details finden Sie unter Expertenoptionen.
Information sign.png Anmerkung
Der Schalter Expertenoptionen zur Angabe erweiterter Rücksicherungsoptionen ist nur im UI Modus Fortgeschritten (früher UI Modus Experte) verfügbar. Wenn Sie die Expertenoptionen nicht sehen können, ändern Sie den einfachen UI Modus (früher UI Modus Basis) auf Fortgeschritten, wie in UI Modus wählen beschrieben.

VMware Rücksicherung

Eine VMware VM besteht aus Daten, die in einer einzigen Festplattendatei - dem Virtual Machine Disk (VMDK)-Dateiformat - gespeichert sind. Sie speichert den gesamten Inhalt des Festplattenlaufwerks der VM. Jede VM kann eine oder mehrere .vmdk-Dateien haben. Die Anzahl der .vmdk-Dateien hängt von der Größe der virtuellen Festplatte ab. VMDKs können in drei verschiedenen Formaten bereitgestellt werden: Thin, Lazy Zero Thick oder Eager Zero Thick. Um die Rücksicherungsleistung zu verbessern, sollten Sie die Bereitstellungsmethode für die Rücksicherung ändern.

Bei der Rücksicherung einer VMware VM werden die virtuellen Festplatten der VM mit der ursprünglichen, zum Zeitpunkt der Sicherung verwendeten Provisionierung rückgesichert. Sie können eine andere Festplattenprovisionierungsmethode erzwingen: Thin, Eager oder Lazy, die auf alle rückgesicherten VMDKs angewendet wird, indem Sie den folgenden Befehl im Feld Rücksicherungsoptionen angeben:

-a disk[type]=thin|eager|lazy

Wenn diese Option gesetzt ist, setzt sie den VMDK-Datenträgertyp aller VMDKs für die VM-Rücksicherung außer Kraft.

Linux Client Sicherung

SEP sesam Linux Client kann auf Fehler oder Warnungen stoßen

Ein SEP sesam Linux Client kann aus den folgenden Gründen Fehler oder Warnungen während der Sicherung erhalten:

  • die Größe einer Datei hat sich während der Sicherung geändert
  • eine Datei wird während der Sicherung gelöscht (zwischen 'Find' und der Datenverarbeitung)
  • die Funktion 'Find' ist auf einen Fehler gestoßen

Um diese Warnungen zu vermeiden und die oben genannten Fehler zu beheben, doppelklicken Sie auf den Sicherungsauftrag, um seine Eigenschaften zu öffnen, und geben Sie unter dem Reiter Optionen im Feld Sicherungsoptionen den folgenden Befehl ein:

Information sign.png Anmerkung
Sie können einen regulären Ausdruck (siehe Fallbeispiele für Excludes mit Hilfe von Regular Expression Patterns) oder 'ALL' verwenden, wenn Sie alle derartigen Fehler/Warnungen vermeiden möchten.
-o ignore_finderr=<regex>|ALL

Die Ausschlussliste für Linux Client-Sicherungen kann auch als Einschlussliste verwendet werden

Bei der Angabe der Ausschlussliste auf dem SEP sesam Linux Client ist es möglich, den Ausschluss- in einen Einschluss-Filter zu ändern, indem man das + (Plus) Zeichen am Anfang eines Musters verwendet. In diesem Fall werden nur die Elemente, die dem definierten Muster (Regex) entsprechen, in die Sicherung aufgenommen.

GUI

Der einfachste Weg, die Ausschlussliste in eine Einschlussliste umzuwandeln, ist die Verwendung der GUI-Ausschlussliste: Erstellen oder öffnen Sie einen Sicherungsauftrag und geben Sie in das Feld Ausschlussliste folgendes ein:

+<regex>

Zum Beispiel

+xxx.*

oder wenn es verschiedene Muster gibt, können Sie die Ausschluss- und Einschlussfilter wie folgt kombinieren:

+abc.*,+.*xyz.*,*\.bak

wobei das vorangestellte + den Einschlussfilter definiert, während das Muster ohne das Plus (+) den Ausschlussfilter definiert.

SEP Tip.png Hinweis
Regex schreibt vor, dass auf jedes Muster ein Komma folgt.
SBC CLI

Um den Einschlussfilter zu erstellen und nur die Elemente einzuschließen, die mit dem definierten Muster (über den regulären Ausdruck) übereinstimmen, geben Sie alternativ den Befehl sbc -b mit dem Parameter -x (exclude regex) (für die Ausschlussliste) ein, gefolgt von + am Anfang des angegebenen Musters, wie im folgenden Beispiel gezeigt:

sbc -b -s @/dev/null -v 1 -x '+xxx.*' /tmp/test-regex/1/

Linux Sparse Files Unterstützung

SEP sesam V. ≥ 5.0.0 Jaglion bietet Support für Linux Sparse-Dateien, um zu verhindern, dass der Speicherplatz während der Rücksicherung knapp wird.

Sparse-Dateien werden standardmäßig vollständig gesichert, aber im CPIO-Stream als Sparse markiert. Beim Rücksichern werden die Nullbereiche (>= 512 Byte) als Sparse-Bereiche angelegt.

Beachten Sie, dass manche Dateisysteme Sparse-Dateien nur mit größeren Blöcken, z.B. nur mit 4 KB, anlegen, d.h. nur zusammenhängende Bereiche mit mindestens 4 KB werden als Sparse angelegt.

Sie können zusätzliche Optionen verwenden, um die Sparse-Eigenschaft während der Sicherung und Rücksicherung zu ignorieren. Beachten Sie, dass das Verhalten von -o sparse=no bei der Sicherung und Rücksicherung unterschiedlich ist.

Sicherung

-o sparse=no
Das 'Sparse'-Flag im CPIO-Stream ist für Sparse-Dateien nicht gesetzt, so dass beim Rücksichern mit der Standardoption (==: -o sparse=origin) Nullbereiche von Sparse-Dateien vollständig geschrieben werden.

Rücksicherung

-o sparse=no
Das 'Sparse'-Flag im CPIO-Stream wird ignoriert, Nullbereiche werden vollständig in die Datei geschrieben.
-o sparse=zero
Im Falle einer Datei mit Nullbereichen werden diese Bereiche als Sparse-Bereiche angelegt, unabhängig davon, ob die Datei bereits vorher 'Sparse' war.
Information sign.png Anmerkung
Die Option '-o sparse=origin' legt das Standardverhalten fest, sie muss also nicht explizit gesetzt werden.


Support für Linux-Option O_NOATIME um die Aktualisierung der letzten Zugriffszeit zu verhindern

SEP sesam V. ≥ 5.0.0.9 Jaglion V2 unterstützt den Befehl O_NOATIME beim Öffnen einer Datei, um die Aktualisierung der Zugriffszeit (ATIME) zu vermeiden, wenn eine Datei geöffnet oder auf ein Verzeichnis zugegriffen wird. Während der Sicherung ändert sich das Attribut der Zugriffszeit jedes Mal, wenn auf eine Datei oder ein Verzeichnis zugegriffen wird (Öffnen, Lesen oder Sperren). Mit der Option O_NOATIME deaktivieren Sie die Aktualisierung der Zugriffszeit, wodurch das Lesen einer Datei und das Sichern schneller werden, da weniger Metadaten geschrieben werden müssen.

Die Manualseite für den Befehl open(2) definiert die Option O_NOATIME wie folgt:

O_NOATIME (seit Linux 2.6.8)
             Aktualisiere nicht die letzte Zugriffszeit der Datei (st_atime in der inode), wenn die Datei gelesen wird(2).

Dieses Flag ist für Indizierungs- oder Sicherungsprogramme gedacht, wo seine Verwendung die Plattenaktivität erheblich reduzieren kann. Dieses Flag ist möglicherweise nicht auf allen Dateisystemen wirksam. Für Details siehe open(2) — Linux manual page.

Information sign.png Anmerkung
O_NOATIME wird nur dem Root (Superuser) oder dem Benutzer gewährt, dem die Datei gehört.